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Ein X für alle – Ja zum Kult-X

Die IG Kultur Ost ruft zu einem doppelten Ja am 26. September für das Kulturzentrum Kult-X in Kreuzlingen auf

Kreuzlingen hat, wovon andere Städte in der Ostschweiz nur träumen können: ein niederschwelliges Kulturzentrum mit ganz vielen Akteurinnen und Akteuren und einem bunten Publikum. Einen Ort, der die Stadt ein Stück städtischer und lebenswerter macht. Am 26. September stimmt Kreuzlingen über das Kult-X ab. Die IG Kultur Ost ruft zu einem wuchtigen Ja auf.

Tanzkurse für Seniorinnen und Workshops für Kinder. Theater für alle Generationen. Konzerte von Jazz bis Punk und Klassik. Ausstellungen, Ludothek und Filmforum, Kulturbeiz und Arbeitsort und Treffpunkt. Kurzum: Das ganze Spektrum an kulturellen Aktivitäten hat in Kreuzlingen seit einigen Jahren eine Adresse und einen klingenden Namen – Kult-X.

Das Kulturzentrum in der ehemaligen Schiesser-Fabrik hat eine lange Geschichte, seit die Stadt das Areal 2008 erworben hat. Und was lange währt, wird in diesem Fall tatsächlich gut, nämlich: solid und breit abgestützt. Das Kult-X hat sich aus den Bedürfnissen der Kulturszene und des Publikums entwickelt und erweitert, es ist von unten gewachsen statt von oben gesteuert, und es lebt von den Ideen und Initiativen jener, die an Kreuzlingen glauben.

In diesem Sinn sieht die IG Kultur Ost das Kult-X als exemplarischen Ort, wie Kultur von lokalen Akteurinnen und Akteuren getragen wird und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beiträgt. Das Kult-X ist Graswurzelkultur im besten Sinn – nicht für ein spezialisiertes Nischenpublikum gedacht, sondern für breite Kreise attraktiv und zugänglich auch für Leute mit schmalem Budget.

Umso unverständlicher ist für die IG Kultur Ost, dass der Widerstand gegen das Projekt ausgerechnet von einer Partei kommt, die das «Volk» im Namen trägt. Das Kult-X ist Volks-Kultur im umfassenden Sinn dieses Worts: ein Ort, der nicht ausgrenzt, sondern zusammenführt, und an dem alle willkommen sind, denen kulturelles Tun und gesellschaftliches Miteinander ein Anliegen ist.

Mit moderaten Mitteln von 250’000 Franken pro Jahr und dem (kostenlosen) Übertrag der Liegenschaft ins Verwaltungsvermögen kann der Betrieb des Kult-X bis 2024 gesichert werden – auch dank ganz viel ehrenamtlicher Arbeit. Die IG Kultur Ost legt der Kreuzlinger Bevölkerung deshalb mit Überzeugung ein Ja zum Kult-X ans Herz. Mit einem doppelten Ja am 26. September sagt die Stadt Ja zu ihrem kulturellen Humus und zu einem zukunftsträchtigen, niederschwelligen und ausstrahlungsstarken Kulturzentrum.