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Kulturnetzwerk Bodensee

Die IG Kultur Ost arbeitet mit im Projekt „Kulturnetzwerk Bodensee – Kooperation in der Kultur“.

«Vom Kulturraum Bodensee zur vernetzten Kreativregion»
Der Kultursektor im Bodenseeraum muss in den kommenden Jahren enorme gesellschaftliche und strukturelle Veränderungen wie die digitale Transformation, den Wandel von Freiwilligenarbeit und Vereinsleben, neue Anforderungen von Mobilität und Tourismus und die durch die COVID-19 Pandemie erfolgten tiefgreifenden wirtschaftlichen Einschnitte zu bewältigen. Das Projekt „Kooperation in der Kultur“ soll die Potenziale einer grenzüberschreitenden Kooperation zur Lösung der Aufgaben herausarbeiten und eine strategische Vorgehensweise für die Zusammenarbeit im Kulturbereich in der Bodenseeregion für 2021 bis 2025 vorlegen.

Projektpartner sind: Ostschweizer Kulturmagazin Saiten, IG Kultur Ost, Kulturamt Stadt Konstanz, Fachstelle Kultur Stadt Radolfzell, Kulturstelle Stadt Romanshorn. Beratung und Koordination durch die Regionauten und SparksNet GmbH.

Innovationsbremse

Weniger Abfall, mehr Kultur!

Die Stadt St. Gallen verschickt aktuell Gutscheine für Abfall-Gebührensäcke. Stadtparlamentarier Karl Schimke ruft in Kooperation mit der IG Kultur Ost dazu auf, diese Gutscheine für die durch die Corona-Pandemie stark gebeutelten St.Galler Künstler:innen zu spenden.

Mit den Einnahmen wird, sobald es die Massnahmen des Bundes zulassen, ein Neustart-Festival finanziert. Der Erlös geht zu 100% an die Gagen für die teilnehmenden Künstler:innen.

Die Corona-Pandemie hat zur Folge, dass Künstler:innen seit einem Jahr unter einem faktischen Berufsverbot leiden. Insbesondere da, wo Kontakt mit dem Publikum zwingend notwendig ist, geht nichts mehr. Folgen sind neben existentiellen Nöten, vor allem auch, dass der Wunsch nach Auftrittsmöglichkeiten, nach dem Austausch mit dem Publikum immer drängender wird. Die fehlende Planbarkeit hat ausserdem dazu geführt, dass wenig bis keine Auftrittsmöglichkeiten in den kommenden Monaten bestehen. 

Um dem zu kreativ zu begegnen, kam Stadtparlamentarier Karl Schimke auf die Idee der Aktion „Weniger Abfall, mehr Kultur!“: Aktuell verteilt die Entsorgung der Stadt St.Gallen (ESG) 45’000 Gutscheine für Gebührensäcke an die Einwohner der Stadt, um zu viel bezahlte Gebühren an die Bevölkerung zurück zu geben. Anstatt mit diesem unerwarteten Geld noch mehr Abfall zu produzieren, ruft Karl Schimke, zusammen mit der IG Kultur Ost die Einwohner:innen der Stadt St.Gallen dazu auf, die Gutscheine zu spenden.

GutscheinDer Erlös der Spendenaktion fliesst zu 100% in ein von der IG Kultur Ost und Karl Schimke geplantes «Neustart-Festival», das diesen Künstler:innen eine Bühne gibt. Die gespendeten Gutscheine werden dank der Unterstützung von Entsorgung St.Gallen ausgezahlt. Darüber hinaus stockt die Migros Ostschweiz mit ihrem Kulturprozent den gesammelten Betrag grosszügig auf, um den freischaffenden Künstler:innen eine Perspektive in dieser herausfordernden Zeit zu bieten.

Der genaue Termin für das Neustart-Festival wird festgelegt, sobald die Massnahmen des Bundes es zulassen. Freischaffende Künstler:innen sind aufgefordert, ihr Interesse an einer Teilnahme der IG Kultur Ost zu melden (info@ig-kultur-ost.ch).

Die Gutscheine können ab sofort bis am 6. Mai 2021 an Karl Schimke (Scheintlinstrasse 4, 9000 St.Gallen) und die IG Kultur Ost (Teufener Strasse 114, 9000 St.Gallen) geschickt werden oder in den bereitgestellten Urnen im Rathaus St.Gallen und in den Filialen der Bäckerei Gschwend abgegeben werden.

Wer das Neustart-Festival darüber hinaus unterstützen möchten, kann dies mit einer Spende auf das Vereins-Konto CH89 0900 0000 6121 0472 5, Stichwort: Neustart, tun.

Petition: «Liebe Parlamentarier*innen, der Kultursektor braucht Sie!»

Die Taskforce Culture vereint nationale Kulturverbände und regionale Interessensvertretungen (wie die IG Kultur Ost). Seit März 2020 setzt sie sich bei Bundesverwaltungen und Parlament für die Anliegen des Kultursektors ein. Es geht um den mittel- und langfristigen Erhalt der kulturellen Vielfalt, um die Bedürfnisse professioneller Kulturschaffenden und Kulturunternehmen, sowie um die Laienkultur und die kulturelle Bildung.

Einiges wurde bereits erreicht. Doch viele Lücken bestehen weiterhin. Manche Abläufe sind kompliziert und nicht praxistauglich; die dringend nötige Hilfe erreicht den Kultursektor zu langsam oder gar nicht!

Wir fordern Parlament und Bundesrat auf, diese längst erkannten Probleme in der Frühlingssession endlich zu lösen!

Das Covid-19-Gesetz wird in der Frühlingssession erneut ins Parlament kommen. Um die Forderungen an das Parlament hinsichtlich dringend benötigter Anpassungen der gesamtwirtschaftlichen sowie kulturspezifischen Massnahmen in der Frühlingssession zu unterstreichen, hat die Taskforce Culture eine Petition entworfen, die von möglichst vielen Menschen (nicht zwingend nur) aus dem Kultursektor unterschrieben und geteilt werden soll.

https://www.change.org/culture2021

Wir möchten euch beliebt machen, die Petition rasch zu unterschreiben und auf euren Kanälen zu verbreiten. Nur so kann dem Parlament gezeigt werden, dass die Forderungen, die in der Taskforce Culture gesammelt und ausgearbeitet wurden, von der ganzen Breite der Kulturschaffenden und der Kulturbranche unterstützt werden. Die Frühlingssession beginnt in wenigen Tagen, handelt deshalb bitte rasch!

Herzlichen Dank für eure Mithilfe!

Eure IG Kultur Ost

«Kein Wort zur Kultur»

Verständnislosigkeit bezüglich den Jahreszielen 2021 des St. Galler Stadtrats

IG Kultur Ost für das «Zürcher Modell»

Kurz- und langfristig braucht es neue Ansätze zur sozialen Absicherung von Kunst- und Kulturschaffenden.

6. Forum: wie geht’s euch eigentlich?

Zoom-Forum am Freitag 29. Januar um 19 Uhr

terminsicherheit statt trötzeln

Die IG fordert Terminsicherheit und eine klare Kommunikation

stützen statt wegsparen!

IG Kultur Ost wehrt sich gegen Budgetkürzungen der Stadt St.Gallen in der Coronakrise

es lohnt sich!

Ein Appell an Kulturschaffende, Kulturinstitutionen und das Publikum

24. November 2020

Ist Kultur uns wichtig? Diese Frage stellte sich in den letzten Monaten mit einer Dringlichkeit, wie sie vor einem Jahr nicht für möglich gehalten worden wäre. Sie stellte sich den Künstlerinnen und Künstlern, den Kulturinstitutionen, aber auch den Besucherinnen und Besuchern. Die Covid-19-Pandemie hat den Kulturbetrieb und seine vermeintlichen Selbstverständlichkeiten ausgehebelt.

Viele Veranstaltungen mussten abgesagt oder anders konzipiert werden – Corona-tauglich und deshalb aufwendiger und mit weniger Einnahmen. Besonders schmerzlich zu verkraften waren Absagen von ganzen Produktionen, die es nie zu einer Aufführung geschafft haben. Manche Institutionen, viele Künstlerinnen und Künstler hatten Glück, wurden und werden von Subventionen, Kurzarbeit und Ausfallentschädigungen gestützt. Manche fanden mit digitalen Produktionen zumindest einen Teil ihres Publikums im Netz. Anderen steht das Wasser bis zum Hals.

Kulturschaffende aller Sparten brauchen Öffentlichkeit. Sie brauchen Kulturträger, Bühnen und Plattformen, Hallen und Keller, Museen und Offspaces. Ihre Werke, ihre Stücke, ihre Ideen, ihr Können, all das braucht einen Resonanzraum. Wer Kunst macht, lebt davon, sich der Diskussion zu stellen, sich Kritik auszusetzen, Applaus zu bekommen, gehört und gesehen zu werden. Das Ökosystem der Kultur braucht den offenen Raum der Auseinandersetzung. Und umgekehrt: Eine offene Gesellschaft braucht Kultur zur Selbstverständigung, zur Bildung, zur Aushandlung von Werten und Haltungen. Und nicht zuletzt zur Erheiterung.

Ist Kultur uns wichtig? Auch die Antwort des Publikums lautete: Ja. Die zuerst spärlich, dann im Herbst zahlreich zurückkehrenden Kulturinteressierten zeigten unmissverständlich, dass die Menschen Kultur vermissen und dass sie diese nicht bloss im stillen Kämmerlein konsumieren wollen. Sie brauchen Veranstaltungsorte, sie wollen zusammenkommen, sich anregen lassen, geniessen, debattieren, sich austauschen.

Es wird Kultur auch nach gegenwärtigen Pandemie-Krise geben. Dafür wird es Bühnen brauchen, Konzerte und Ausstellungen, Theater und Kino, Kinderprogramme und Diskussionen, Anlässe aller Art. Setzen wir uns dafür ein, unsere Kulturorte zu erhalten, die materielle Sicherheit von Kunstschaffenden zu verbessern und Kultur für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu erhalten.

Der Rückzug ins Private erhielt und erhält mit der Krise einen zusätzlichen Schub. Eine offene Gesellschaft kann aber auf öffentliche Kultur nicht verzichten.

offener brief

Klärungsbedarf zu neuen Massnahmen und Rückmeldungen der Kantone

25. Oktober 2020

Am 17. Oktober gelangte die IG Kultur Ost an die Regierungen der Ostschweizer Kantone St. Gallen, Thurgau und beider Appenzell. Wir wiesen hin auf Klärungsbedarf rund um die neuen Massnahmen zum Umgang mit dem Corona-Virus, hinterfragten das Tanzverbot kritisch und boten Hand für einen Austausch.

Die St.Galler Regierung hat sehr detailliert und aufschlussreich auf den offenen Brief der IG Kultur Ost reagiert. Auch der Kanton Appenzell Innerrhoden hat reagiert. In alle Kürze lassen sich folgende Erkenntnisse daraus schliessen: Die Ausfallentschädigung für Kulturunternehmungen wurde bis Ende 2021 verlängert und der bezugsberchtigte Kreis ausgeweitet. Genauere Informationen zu Anträgen für Ausfallentschädigung und zum neue Gefäss der Transformationsprojekte gibt es ab 1. November 2020. Arbeitnehmende auf Abruf, deren Arbeitspensen um mehr als 20 Prozent schwankt, sind rückwirkend per 1. September 2020 für den Bezug von Kurzarbeit berechtigt. Ebenso machen sie im Schreiben darauf aufmerksam, dass aktuell nur sitzend an einem Tisch konsumiert werden darf. Das heisst, eine Konsumation von Getränken bei Konzertbestuhlung ist aktuell nicht möglich. Die Regierung möchte sich beim Bund dafür stark machen, dass diese Regel geändert wird und die Konsumation im Sitzen wieder möglich wird.

Auch der Kanton Appenzell Innerrhoden hat mit einem Schreiben auf den offenen Brief der IG Kultur Ost reagiert. So wurden auch im Kanton Appenzell Innerhoden Ausfallentschädigung und Transformationsprojekte in Aussicht gestellt. Ob der Bezugsberechtigte Kreis für Kurzarbeit ausgeweitet wurde, bleibt im Schreiben offen. Auch im Kanton Appenzell Innerhoden wird am Tanzverbot festgehalten, jedoch wurden die Bestimmungen an jene des Kanton St.Gallen angeglichen. So darf nun unter Anderem im professionellen Umfeld wieder getanzt werden.

Die IG Kultur Ost bedankt sich bei den Kantonen St.Gallen und Appenzell Innerhoden für die ausführliche und aufschlussreiche Rückmeldungen auf den offenen Brief. Hier findet ihr den Offenen Brief und hier die Antwort von St. Gallen, hier die Antwort aus dem Appenzell Innerrhoden.